Was ist die Magnitude? So werden Erdbeben gemessen
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Wenn es in den Nachrichten heißt "ein Erdbeben der Stärke 6,2", ist diese Zahl eine Magnitude. Aber was bedeutet sie eigentlich — und warum ist der Unterschied zwischen 5 und 6 so gewaltig?
Eine logarithmische Skala
Die Magnitudenskala ist logarithmisch: Mit jedem ganzen Schritt wird die Bodenbewegung etwa 10-mal größer und die freigesetzte Energie wächst um das ca. 32-Fache. Ein M6-Beben setzt also rund 32-mal mehr Energie frei als ein M5 — und etwa 1.000-mal mehr als ein M4. Deshalb bedeuten kleine Zahlenunterschiede so viel.
Richter oder Momenten-Magnitude?
Die berühmte Richter-Skala (ML) von 1935 eignet sich am besten für lokale, mittelgroße Beben. Heute nutzen Seismologen meist die Momenten-Magnitude (Mw), berechnet daraus, wie groß die verschobene Fläche der Verwerfung ist und wie weit sie sich bewegte. Darum siehst du in der EarthquakeIndex-Detailansicht verschiedene Magnitudentypen (ml, mb, mw) — keine Fehler, sondern unterschiedliche Messmethoden. Oft wird der Wert in den Stunden nach dem Beben revidiert, wenn mehr Messstationen einbezogen sind.
Was spürt man?
- Unter 2: nur von Instrumenten registriert
- 2–3,9: nahe dem Epizentrum spürbar, selten Schäden
- 4–4,9: deutliches Beben, Dinge können aus Regalen fallen
- 5–5,9: kann schwache Gebäude beschädigen
- 6+: nahe dem Epizentrum potenziell zerstörerisch
Auch die Tiefe zählt: Ein flaches M5-Beben (0–10 km) ist weit stärker zu spüren als ein tiefes (70+ km) derselben Magnitude.
In der EarthquakeIndex-Detailansicht rechnen wir die Energie jedes Bebens in Tonnen TNT um, damit die Zahlen greifbar werden.