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Was ist ein Erdbeben? Einfach erklärt

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Ein Erdbeben ist eine plötzliche Energiefreisetzung in der Erdkruste. Spannung, die sich über Jahre oder Jahrhunderte aufgebaut hat, löst sich in Sekunden — und die Erde bebt.

So entsteht die Erschütterung

Die äußere Schicht der Erde ist in ständiger, langsamer Bewegung. Wenn zwei Krustenblöcke aneinander verhaken, biegt und spannt sich das Gestein wie eine Feder. Eines Tages übersteigt die Spannung die Reibung: Das Gestein schnellt entlang eines Bruchs zurück — einer Verwerfung — und die Energie breitet sich als Wellen in alle Richtungen aus. Diese Wellen spürst du als Beben. Die allermeisten Beben passieren entlang der Grenzen der tektonischen Platten.

Epizentrum und Hypozentrum

Der Bruch selbst passiert im Untergrund — dieser Punkt heißt Hypozentrum (oder Herd). Der Punkt senkrecht darüber an der Oberfläche heißt Epizentrum — den zeigen die Karten. Die Tiefe zählt: Ein Beben in 5 km Tiefe fühlt sich weit heftiger an als dasselbe Beben in 300 km Tiefe.

Die Wellen eines Bebens

Ein Beben sendet mehrere Wellenarten aus: P-Wellen (am schnellsten, als Stoß spürbar), S-Wellen (langsamer, stärker) und Oberflächenwellen (am langsamsten, aber die, die schaukeln und Schäden anrichten). Weil P-Wellen zuerst ankommen, können Frühwarnsysteme Sekunden Vorwarnung geben, bevor die starken Erschütterungen eintreffen.

Wie oft passiert das?

Öfter als die meisten denken: Weltweit werden jedes Jahr Hunderttausende Beben registriert — auf der Live-Karte von EarthquakeIndex siehst du typischerweise 300–400 pro Tag. Die allermeisten sind so klein, dass nur Instrumente sie bemerken. Wie stark ein Beben ist, misst die Magnitude — hier liest du, was die Zahl bedeutet.

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