Die stärksten Erdbeben der Geschichte
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Seit systematisch gemessen wird, stechen fünf Erdbeben aus allen anderen heraus. Sie haben zwei Dinge gemeinsam: Alle passierten dort, wo eine Platte unter eine andere gedrückt wird — und alle lösten verheerende Tsunamis aus.
Die fünf stärksten gemessenen Beben
- 1. Valdivia, Chile, 1960 — M9,5. Das stärkste je gemessene Beben. Der Bruch war über 1.000 km lang, der Tsunami erreichte Hawaii und Japan.
- 2. Alaska, USA, 1964 — M9,2. Das "Karfreitagsbeben" dauerte über vier Minuten und hob Teile der Küste um mehrere Meter.
- 3. Sumatra, Indonesien, 2004 — ca. M9,1–9,3. Der Tsunami im Indischen Ozean kostete rund 230.000 Menschen in 14 Ländern das Leben — eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Neuzeit.
- 4. Tōhoku, Japan, 2011 — M9,0–9,1. Der Tsunami überflutete weite Küstenabschnitte und löste das Unglück von Fukushima aus.
- 5. Kamtschatka, Russland, 1952 — M9,0. Schickte einen Tsunami quer über den Pazifik bis Hawaii.
Wie viel Energie ist das?
Weil die Magnitudenskala logarithmisch ist, ist der Sprung von "groß" zu "am größten" gewaltig: Das Valdivia-Beben setzte Energie in der Größenordnung von Gigatonnen TNT frei — mehr als Jahre des weltweiten Stromverbrauchs, freigesetzt in Minuten.
Warum passiert nie ein M10?
Die maximale Stärke eines Bebens wird davon begrenzt, wie lang ein zusammenhängender Verwerfungsbruch sein kann. Selbst die längsten Subduktionszonen der Erde erlauben "nur" etwa M9,5 — Valdivia kam der physikalischen Grenze wohl nahe. Ein M10 bräuchte einen Bruch von vielen Tausend Kilometern, und eine so lange zusammenhängende Verwerfung existiert nicht.
Könnte es wieder passieren?
Ja — Megabeben treffen dieselben Subduktionszonen im Abstand von Jahrhunderten, weshalb die Plattengrenzen enger überwacht werden als je zuvor. Auf der Live-Karte von EarthquakeIndex kannst du genau diese Zonen jeden Tag arbeiten sehen.